Anmelden
Ausgabe von 16:00 CETSonntag, 2. August 2026
320 Quellen · 17 Sprachen822 Briefings heute
Mittwoch, 29. April 2026

Warsh auf dem Weg zur Fed-Spitze: Powell verabschiedet sich mit Zinspause

Der designierte Nachfolger von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank hat eine entscheidende Hürde genommen. Der Bankenausschuss des Senats stimmte mit 13 zu 11 Stimmen entlang der Parteigrenzen für die Nominierung von Kevin Warsh, womit der Weg für eine Bestätigung durch das Plenum vor Ablauf von Powells Amtszeit am 15. Mai geebnet ist. Aus Washingtoner Sicht bedeutet dies eine weitere Konsolidierung von Präsident Trumps Einfluss auf die Geldpolitik, zumal das Justizministerium vergangene Woche die Ermittlungen gegen Powell eingestellt hatte – ein Schritt, der zuvor eine parteiübergreifende Blockade der Warsh-Nominierung durch den republikanischen Senator Thom Tillis aufgehoben hatte. Warsh, ein Jurist und ehemaliger Fed-Gouverneur, erklärte bei seiner Anhörung, er habe Trump keine Zinssenkungen versprochen – ein Spannungsfeld, das die Unabhängigkeit der Zentralbank auf die Probe stellen wird.

Powell selbst nutzte seine voraussichtlich letzte Pressekonferenz als Fed-Chef, um klarzustellen, dass er nach dem Ende seines Vorsitzes als reguläres Mitglied im Gouverneursrat verbleiben werde – ein Schritt, der einen offenen Machtkampf mit dem Präsidenten provozieren könnte, da Trump damit weniger Spielraum für eine Neubesetzung dieses Sitzes hätte. Die Entscheidung, den Leitzins zum dritten Mal in Folge unverändert im Korridor von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen, war angesichts der stark gestiegenen Energiepreise infolge der Iran-Krise und der Schliessung der Strasse von Hormus erwartet worden. Der Ölpreisschub hat die Inflation in den USA auf rund 3,2 Prozent getrieben, wobei Powell einräumte, die Teuerung bewege sich „in die falsche Richtung“. Die Fed-Sitzung offenbarte tiefe Risse im Offenmarktausschuss: Drei Mitglieder sprachen sich dagegen aus, die Formulierung einer künftigen Zinssenkung beizubehalten, während ein viertes, Stephen Miran, eine sofortige Senkung forderte – die meisten abweichenden Stimmen seit Oktober 1992.

Aus europäischer Perspektive – insbesondere für Deutschland, Österreich und die Schweiz – verschärft sich damit das Dilemma der Exportwirtschaft. Die hohen US-Zinsen und die gestörten Lieferketten aus dem Nahen Osten treiben die Importpreise für Rohstoffe, während die EZB ihrerseits eine vorsichtige Haltung einnimmt. Beobachter in Peking verfolgen die Entwicklungen mit Sorge: Ein fester Dollar und volatile Energiepreise belasten die chinesische Konjunktur zusätzlich, während die Fed unter Warsh womöglich schneller auf den Druck Trumps reagieren könnte. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der neue Fed-Chef die geldpolitische Wende einleitet – oder ob die Inflation die US-Wirtschaft in eine gefährliche Richtung treibt.

Aktuell
Selbstmordanschlag auf Polizeistation in Swat: Opferzahlen weiter unklar·Indonesische Inflationsprognosen deuten auf weitere Abkühlung im Juli hin·Trotz 127,5 Prozent Zoll: Waymo importiert tausende chinesische Elektrovans – BYD verdoppelt Exporte·Im Schatten des Kastanienbaums: Ein Besuch im filmischen Macondo·Polen verteidigt VNL-Titel in Nervenschlacht gegen die USA·Premierminister Burnham befürwortet schriftliche Verfassung für Großbritannien·Apple soll Einführung des iPhone 18 splitten: Pro-Modelle im Herbst 2026, Standardversionen erst im Frühjahr 2027·SpaceX-Raketenstufe wird am 5. August 2026 auf dem Mond einschlagen·Selbstmordanschlag auf Polizeistation in Swat: Opferzahlen weiter unklar·Indonesische Inflationsprognosen deuten auf weitere Abkühlung im Juli hin·Trotz 127,5 Prozent Zoll: Waymo importiert tausende chinesische Elektrovans – BYD verdoppelt Exporte·Im Schatten des Kastanienbaums: Ein Besuch im filmischen Macondo·Polen verteidigt VNL-Titel in Nervenschlacht gegen die USA·Premierminister Burnham befürwortet schriftliche Verfassung für Großbritannien·Apple soll Einführung des iPhone 18 splitten: Pro-Modelle im Herbst 2026, Standardversionen erst im Frühjahr 2027·SpaceX-Raketenstufe wird am 5. August 2026 auf dem Mond einschlagen·
Akt. 20:027 Sprachen · 23 Quellen
23 Quellen|7 Sprachen|2 Min. Lesezeit
Mittwoch, 29. April 2026

Warsh auf dem Weg zur Fed-Spitze: Powell verabschiedet sich mit Zinspause

Der designierte Nachfolger von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank hat eine entscheidende Hürde genommen. Der Bankenausschuss des Senats stimmte mit 13 zu 11 Stimmen entlang der Parteigrenzen für die Nominierung von Kevin Warsh, womit der Weg für eine Bestätigung durch das Plenum vor Ablauf von Powells Amtszeit am 15. Mai geebnet ist. Aus Washingtoner Sicht bedeutet dies eine weitere Konsolidierung von Präsident Trumps Einfluss auf die Geldpolitik, zumal das Justizministerium vergangene Woche die Ermittlungen gegen Powell eingestellt hatte – ein Schritt, der zuvor eine parteiübergreifende Blockade der Warsh-Nominierung durch den republikanischen Senator Thom Tillis aufgehoben hatte. Warsh, ein Jurist und ehemaliger Fed-Gouverneur, erklärte bei seiner Anhörung, er habe Trump keine Zinssenkungen versprochen – ein Spannungsfeld, das die Unabhängigkeit der Zentralbank auf die Probe stellen wird.

Powell selbst nutzte seine voraussichtlich letzte Pressekonferenz als Fed-Chef, um klarzustellen, dass er nach dem Ende seines Vorsitzes als reguläres Mitglied im Gouverneursrat verbleiben werde – ein Schritt, der einen offenen Machtkampf mit dem Präsidenten provozieren könnte, da Trump damit weniger Spielraum für eine Neubesetzung dieses Sitzes hätte. Die Entscheidung, den Leitzins zum dritten Mal in Folge unverändert im Korridor von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen, war angesichts der stark gestiegenen Energiepreise infolge der Iran-Krise und der Schliessung der Strasse von Hormus erwartet worden. Der Ölpreisschub hat die Inflation in den USA auf rund 3,2 Prozent getrieben, wobei Powell einräumte, die Teuerung bewege sich „in die falsche Richtung“. Die Fed-Sitzung offenbarte tiefe Risse im Offenmarktausschuss: Drei Mitglieder sprachen sich dagegen aus, die Formulierung einer künftigen Zinssenkung beizubehalten, während ein viertes, Stephen Miran, eine sofortige Senkung forderte – die meisten abweichenden Stimmen seit Oktober 1992.

Aus europäischer Perspektive – insbesondere für Deutschland, Österreich und die Schweiz – verschärft sich damit das Dilemma der Exportwirtschaft. Die hohen US-Zinsen und die gestörten Lieferketten aus dem Nahen Osten treiben die Importpreise für Rohstoffe, während die EZB ihrerseits eine vorsichtige Haltung einnimmt. Beobachter in Peking verfolgen die Entwicklungen mit Sorge: Ein fester Dollar und volatile Energiepreise belasten die chinesische Konjunktur zusätzlich, während die Fed unter Warsh womöglich schneller auf den Druck Trumps reagieren könnte. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der neue Fed-Chef die geldpolitische Wende einleitet – oder ob die Inflation die US-Wirtschaft in eine gefährliche Richtung treibt.

Divergenz der Quellen

— · 23 Quellen · 7 Sprachen

0%Niedrig

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Diese Nachricht erschien in

23 Quellen · 7 Sprachen

Erweitere deinen Horizont

Aus Geopolitics & Politics

Trump setzt geplante Großangriffe auf Iran aus und knüpft Bedingungen an rasche Einigung

7 Sprachen · 74 Quellen

Aus Economy & Markets

Mexikos Wirtschaft wächst im zweiten Quartal so stark wie seit über fünf Jahren nicht mehr

1 Sprache · 18 Quellen

Aus Technology

Chery Q erhält auf der GIIAS 2026 über 6.000 Vorbestellungen

1 Sprache · 15 Quellen

Mehr lesen