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Wissenschaft & GesundheitMittwoch, 29. Juli 2026

Warum Katzen treteln und ihre Pfote auflegen: Fachleute erklären die verborgenen Signale

Veterinäre und Verhaltensforscher entschlüsseln die kommunikative Funktion hinter dem Treteln und dem Pfotenkontakt bei Hauskatzen sowie die Rolle der Außenreize für das räumliche Gedächtnis.

Das rhythmische Drücken der Pfoten, das Tierärzte als Treteln oder Milchtritt bezeichnen, ist kein zufälliges Verhalten. Einem Beitrag im „The Independent” zufolge deuten Wissenschaftler, die Katzenverhalten erforschen, diese Geste als Zeichen eines entspannten Tieres. Sie tritt typischerweise in der Nähe einer vertrauten Person auf und wird oft von Schnurren begleitet. Aus der Sicht des Tierarztes, der den Beitrag verfasste, handelt es sich um ein Überbleibsel aus der Säugezeit, mit dem das Jungtier die Mutter zur Ruhe auffordert. Zudem setzen erwachsene Katzen dabei Duftstoffe aus Drüsen zwischen den Zehen frei, um vertraute Plätze zu markieren.

Gleichzeitig hat das bewusste Auflegen der Pfote auf den Menschen eine vielschichtige Bedeutung. Der argentinische Radiosender Radio Mitre berichtete unter Berufung auf Spezialisten, dass dieses Verhalten vier Hauptgründe haben kann: Es signalisiert kindliche Geborgenheit und Komfort, dient als taktile Erkundung von Atmung und Muskelspannung des Halters, fordert Aufmerksamkeit oder Futter und fungiert als klare Grenzsetzung, wenn das Tier Abstand wünscht. Die Pfote wird so zur vielseitigen Kommunikationsbrücke zwischen Mensch und Tier.

Nicht zuletzt wird das Wohlbefinden von Katzen durch ihre Umwelterfahrungen geprägt. Eine Übersichtsarbeit unter Leitung von Irene Rochlitz, veröffentlicht im Fachjournal „Applied Animal Behaviour Science” (2005), identifizierte fünf Säulen des felinen Wohlbefindens, darunter die Möglichkeit zu natürlichem Verhalten und Schutz vor Angst und Stress. Demnach entwickelt sich das räumliche Gedächtnis von Katzen anhand der täglichen Reize. Regelmäßiger Zugang ins Freie bietet eine Vielfalt an Gerüchen, Geräuschen und Verstecken, die die geistige Landkarte bereichern. Allerdings warnt der Tierarzt Jaume Fatjó im Gespräch mit Radio Mitre, dass mehr als 80 Prozent der Wohnungskatzen zwar gerne nach draußen gehen, jedoch erheblichen Risiken wie Verkehrsunfällen, Parasiten oder Vergiftungen ausgesetzt sind. Als Kompromiss empfehlen Experten eine gesicherte Außennutzung oder ein innenarchitektonisch angereichertes Zuhause mit Kletterflächen und Beobachtungsposten.

Für Katzenhalter ergeben sich daraus konkrete Hinweise: Treteln und Pfotenkontakt sind als Ausdruck von Entspannung, Zugehörigkeitsgefühl oder auch als höfliche Distanzbitte zu lesen. Gleichzeitig bleibt die Frage des Freigangs eine individuelle Abwägung zwischen dem natürlichen Erkundungstrieb und den Gefahren einer unkontrollierten Umgebung. Mit gezielter Umweltgestaltung und aufmerksamer Deutung der feinen Signale lässt sich die Lebensqualität der Stubentiger nachhaltig fördern.

Divergenz — wer erzählt sie wie
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4 Blöcke · Positionen von 0.00 bis +0.20
KritischWohlwollend
LATALMINDATL
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse0.00neutral
Arabische Levante-Maghreb-Presse+0.20neutral
Indische & südasiatische Presse+0.10neutral
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.10neutral
Lateinamerikanische Presse0.00

The Latin American press interprets feline gestures as emotional communication, linking kneading to infantile relaxation and paw placement to requests for attention. It emphasizes that a cat's memory is shaped by outdoor excursions, offering a psychologized view of animal behavior.

PragmatismusDistanz
Arabische Levante-Maghreb-Presse+0.20

The Arab Levantine bloc does not address the cat topic, but reflects on the complex nature of human love, contrasting ideals and contradictory behaviors. The tone is philosophical and universal, far from current events.

IronieDistanz
Indische & südasiatische Presse+0.10

The Indian press recounts an episode where a cat seems to predict an earthquake, suggesting a connection between animals and natural phenomena. The tone is curious but detached, based on a viral video.

PragmatismusDistanz
Atlantische / angloamerikanische Presse+0.10

The Atlantic press explains kneading behavior as a sign of relaxation and comfort, based on scientific studies. The tone is informative and reassuring.

PragmatismusDistanz
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US-Handelsdefizit sinkt im Juni, doch asiatische Importe steigen wegen Zollunsicherheit sprunghaft·Vårdgarantin treibt Kosten: Patientenreisen als Symptom struktureller Defizite·NRL-Klub Manly gibt verstorbenem Spieler Keith Titmuss Mitschuld an Trainingsunfall·Transfergerüchte um Jay Idzes: PSG soll an indonesischem Nationalspieler interessiert sein – Sassuolo dementiert·Ealas historischer Triumph in Washington löst Tennisboom auf den Philippinen aus·Trump droht Iran mit massivem Schlag falls Straße von Hormuz nicht bald geöffnet wird·Prinz Ali bezichtigt FIFA-Präsident Infantino der Erpressung·Japans Dienstleistungssektor verliert an Dynamik – Reallöhne steigen dennoch·US-Handelsdefizit sinkt im Juni, doch asiatische Importe steigen wegen Zollunsicherheit sprunghaft·Vårdgarantin treibt Kosten: Patientenreisen als Symptom struktureller Defizite·NRL-Klub Manly gibt verstorbenem Spieler Keith Titmuss Mitschuld an Trainingsunfall·Transfergerüchte um Jay Idzes: PSG soll an indonesischem Nationalspieler interessiert sein – Sassuolo dementiert·Ealas historischer Triumph in Washington löst Tennisboom auf den Philippinen aus·Trump droht Iran mit massivem Schlag falls Straße von Hormuz nicht bald geöffnet wird·Prinz Ali bezichtigt FIFA-Präsident Infantino der Erpressung·Japans Dienstleistungssektor verliert an Dynamik – Reallöhne steigen dennoch·
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Mittwoch, 29. Juli 2026

Warum Katzen treteln und ihre Pfote auflegen: Fachleute erklären die verborgenen Signale

Veterinäre und Verhaltensforscher entschlüsseln die kommunikative Funktion hinter dem Treteln und dem Pfotenkontakt bei Hauskatzen sowie die Rolle der Außenreize für das räumliche Gedächtnis.

Das rhythmische Drücken der Pfoten, das Tierärzte als Treteln oder Milchtritt bezeichnen, ist kein zufälliges Verhalten. Einem Beitrag im „The Independent” zufolge deuten Wissenschaftler, die Katzenverhalten erforschen, diese Geste als Zeichen eines entspannten Tieres. Sie tritt typischerweise in der Nähe einer vertrauten Person auf und wird oft von Schnurren begleitet. Aus der Sicht des Tierarztes, der den Beitrag verfasste, handelt es sich um ein Überbleibsel aus der Säugezeit, mit dem das Jungtier die Mutter zur Ruhe auffordert. Zudem setzen erwachsene Katzen dabei Duftstoffe aus Drüsen zwischen den Zehen frei, um vertraute Plätze zu markieren.

Gleichzeitig hat das bewusste Auflegen der Pfote auf den Menschen eine vielschichtige Bedeutung. Der argentinische Radiosender Radio Mitre berichtete unter Berufung auf Spezialisten, dass dieses Verhalten vier Hauptgründe haben kann: Es signalisiert kindliche Geborgenheit und Komfort, dient als taktile Erkundung von Atmung und Muskelspannung des Halters, fordert Aufmerksamkeit oder Futter und fungiert als klare Grenzsetzung, wenn das Tier Abstand wünscht. Die Pfote wird so zur vielseitigen Kommunikationsbrücke zwischen Mensch und Tier.

Nicht zuletzt wird das Wohlbefinden von Katzen durch ihre Umwelterfahrungen geprägt. Eine Übersichtsarbeit unter Leitung von Irene Rochlitz, veröffentlicht im Fachjournal „Applied Animal Behaviour Science” (2005), identifizierte fünf Säulen des felinen Wohlbefindens, darunter die Möglichkeit zu natürlichem Verhalten und Schutz vor Angst und Stress. Demnach entwickelt sich das räumliche Gedächtnis von Katzen anhand der täglichen Reize. Regelmäßiger Zugang ins Freie bietet eine Vielfalt an Gerüchen, Geräuschen und Verstecken, die die geistige Landkarte bereichern. Allerdings warnt der Tierarzt Jaume Fatjó im Gespräch mit Radio Mitre, dass mehr als 80 Prozent der Wohnungskatzen zwar gerne nach draußen gehen, jedoch erheblichen Risiken wie Verkehrsunfällen, Parasiten oder Vergiftungen ausgesetzt sind. Als Kompromiss empfehlen Experten eine gesicherte Außennutzung oder ein innenarchitektonisch angereichertes Zuhause mit Kletterflächen und Beobachtungsposten.

Für Katzenhalter ergeben sich daraus konkrete Hinweise: Treteln und Pfotenkontakt sind als Ausdruck von Entspannung, Zugehörigkeitsgefühl oder auch als höfliche Distanzbitte zu lesen. Gleichzeitig bleibt die Frage des Freigangs eine individuelle Abwägung zwischen dem natürlichen Erkundungstrieb und den Gefahren einer unkontrollierten Umgebung. Mit gezielter Umweltgestaltung und aufmerksamer Deutung der feinen Signale lässt sich die Lebensqualität der Stubentiger nachhaltig fördern.

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The Latin American press interprets feline gestures as emotional communication, linking kneading to infantile relaxation and paw placement to requests for attention. It emphasizes that a cat's memory is shaped by outdoor excursions, offering a psychologized view of animal behavior.

PragmatismusDistanz
Arabische Levante-Maghreb-Presse+0.20

The Arab Levantine bloc does not address the cat topic, but reflects on the complex nature of human love, contrasting ideals and contradictory behaviors. The tone is philosophical and universal, far from current events.

IronieDistanz
Indische & südasiatische Presse+0.10

The Indian press recounts an episode where a cat seems to predict an earthquake, suggesting a connection between animals and natural phenomena. The tone is curious but detached, based on a viral video.

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The Atlantic press explains kneading behavior as a sign of relaxation and comfort, based on scientific studies. The tone is informative and reassuring.

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