
Fünf italienische Filme im Wettbewerb der 83. Filmfestspiele von Venedig
Nanni Moretti kehrt nach 41 Jahren in den Wettbewerb zurück, Danny Boyle eröffnet das Festival. Die 83. Ausgabe findet vom 2. bis 12. September statt.
Die 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig haben ihr Programm vorgestellt: 20 Filme konkurrieren um den Goldenen Löwen. Darunter befinden sich fünf italienische Produktionen, wie der künstlerische Leiter Alberto Barbera bei der Pressekonferenz bekanntgab. Zu den italienischen Beiträgen zählen „Succederà questa notte“ von Nanni Moretti, „Ritorno a Buenos Aires“ von Marco Bechis, „Il fuoco che ti porti dentro“ von Edoardo De Angelis, „The Echo Chamber“ von Andrea Pallaoro und „L’estranea“ von Paolo Strippoli. Moretti, der zuletzt 1985 mit „La messa è finita“ im Wettbewerb stand, kehrt damit nach 41 Jahren auf das Lido zurück. Barbera sprach von einem „Fehler, den wir vor 37 Jahren begangen haben“ – eine Anspielung auf die damalige Nichtberücksichtigung von Morettis Film „Palombella rossa“, der damals außer Konkurrenz gezeigt wurde.
Das Festival wird am 2. September mit dem Eröffnungsfilm „Ink“ von Danny Boyle eröffnet, der ebenfalls im Wettbewerb läuft. Der Film beleuchtet den Aufstieg des Medienmoguls Rupert Murdoch und die Transformation der britischen Boulevardzeitung The Sun. Außer Konkurrenz wird das Dokumentarprojekt „Oasis: Don’t Look Back in Anger“ über die Reunion der Band Oasis gezeigt. Barbera bestätigte, dass die Brüder Noel und Liam Gallagher persönlich nach Venedig kommen werden.
Neben den italienischen Beiträgen umfasst die Auswahl internationale Produktionen mit hochkarätigen Besetzungen. Martin McDonagh präsentiert den CIA-Thriller „Wild Horse Nine“ mit John Malkovich und Sam Rockwell. Werner Herzog kehrt mit „Bucking Fastard“ zum Spielfilm zurück, in dem die Schwestern Rooney und Kate Mara die Hauptrollen spielen. Florian Zellers „Bunker“ vereint Penélope Cruz und Javier Bardem als Ehepaar. Robert Pattinson verkörpert in Lance Oppenheims „Primetime“ den Fernsehmoderator Chris Hansen aus der umstrittenen Sendung „To Catch a Predator“. Ebenfalls im Wettbewerb: „DAU“ von Ilya Khrzhanovsky, eine biografische Drama über den Physiker Lew Landau.
Die 83. Filmfestspiele von Venedig finden vom 2. bis 12. September 2026 statt. Die Jury unter dem Vorsitz von Maggie Gyllenhaal vergibt den Goldenen Löwen für den besten Film, den Silbernen Löwen für die beste Regie sowie die Coppa Volpi für die besten Darsteller. Die Auswahl fällt in diesem Jahr nach Einschätzung von Beobachtern weniger Hollywood-lastig aus als in früheren Jahren – eine Folge der anhaltenden Erholung der US-Filmindustrie nach den Streiks von 2023.
| Russische & GUS-Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.50 | aligned |
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.30 | aligned |
The Venice Film Festival lineup is framed as an elitist event distant from Russian sensibilities. Moretti's return is seen as a sign of Western cultural provincialism. Coverage is minimal and perfunctory.
The Venice festival news is handled with pragmatic distance: it only matters as a trigger to discuss local absences and presences. Moretti's return is noted without emphasis. Closer realities are preferred.
Venice is celebrated as the temple of world cinema. Moretti is welcomed as a returning master. The tone is triumphant and self-congratulatory, with an eye on glamour and stars.
The festival is seen as a key appointment for European cultural identity. Moretti symbolises the continuity of auteur cinema. Emphasis is on artistic value and debate on new trends.
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