
Automobilabsatz in Lateinamerika legt im Juni um fast ein Fünftel zu – Argentinien fällt zurück
Brasilien und Mexiko bleiben die volumenstärksten Märkte, während Venezuela und Kolumbien prozentual am stärksten zulegen.
Im Juni 2026 wurden in den zwölf wichtigsten Automobilmärkten Lateinamerikas 574.586 Fahrzeuge verkauft, ein Anstieg von 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, meldet der Verband ALADDA. Brasilien und Mexiko dominierten dabei mit 272.466 beziehungsweise 130.096 Einheiten das Volumengeschäft; die Zuwächse betrugen 28 und 7,6 Prozent. Argentinien hingegen verzeichnete mit 45.995 verkauften Fahrzeugen einen Rückgang von 12,8 Prozent. Die grössten prozentualen Sprünge gelangen Venezuela (plus 74,7 Prozent, 4.872 Einheiten), Kolumbien (plus 61,6 Prozent, 29.086) und Peru (plus 53 Prozent, 25.565).
Über das gesamte erste Halbjahr summierten sich die Auslieferungen auf 3,19 Millionen Fahrzeuge, ein Plus von 13 Prozent. Brasilien erreichte kumuliert 1,42 Millionen Einheiten (plus 18,5 Prozent), Mexiko 770.590 (plus 4,6 Prozent) und Argentinien 292.555 (minus 10,4 Prozent). Die stärkste Dynamik wiesen im Halbjahr Venezuela (plus 67 Prozent), Kolumbien (plus 50,3 Prozent) und Ecuador (plus 41,4 Prozent) auf.
In Chile stieg der Absatz von Gebrauchtwagen im ersten Halbjahr laut dem Branchenverband CAVEM um 5,8 Prozent auf 559.415 Übertragungen; auf einen Neuwagen kamen 3,6 Gebrauchte. Insgesamt legten die Transaktionen (neu und gebraucht) um 5,6 Prozent auf 742.447 zu. In Brasilien, dem mit Abstand grössten Markt der Region, sind die realen Durchschnittspreise für Neuwagen indes rückläufig. Laut Bright Consulting sank der öffentliche Durchschnittspreis zwischen 2025 und Juni 2026 real um 1,5 Prozent auf 170.000 Real, der effektiv vom Kunden gezahlte Preis sogar um 3,5 Prozent auf 152.100 Real. Als Treiber gilt der intensive Wettbewerb durch neue Marken, die mehr Technologie zum gleichen Preis anbieten.
In Argentinien, wo die Zulassungen im ersten Halbjahr noch geschrumpft waren, rechnen Händler und Hersteller für Juli mit 60.000 bis 63.000 Neuzulassungen – einem Plus von unter 30 Prozent im Jahresvergleich. Das Wachstumstempo verlangsamt sich, weil die Vergleichsbasis höher liegt. Sofern Kreditvergabe und wirtschaftliche Stabilität Bestand haben, könnte 2026 dennoch eines der stärksten Jahre der jüngeren argentinischen Automobilgeschichte werden.
| Lateinamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | +0.30 | aligned |
Latin American car sales grew 19.5% in June, driven by strong performances in Venezuela, Colombia, and Peru, while Brazil and Mexico remain the largest markets. However, growth is uneven across countries, with Argentina showing signs of deceleration. The region's automotive market is recovering with contrasting national trends.
Russian wine market shows robust growth, with Italian sparkling wines outperforming domestic brands and imports from Chile, South Africa, and Argentina rising. Domestic wine sales slightly declined, indicating a shift in consumer preferences toward foreign products. The industry's expansion is driven by increasing imports.
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