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Wissenschaft & GesundheitFreitag, 31. Juli 2026

Erste Patientin weltweit erhält neuartige Immuntherapie gegen Eierstockkrebs

Die 58-jährige Tracy Tomlinson wurde in Manchester mit dem experimentellen Wirkstoff ZI-MA4-1 behandelt, der auf eine Kombination von natürlichen Killerzellen und manipulierten T-Zell-Rezeptoren setzt.

Im Rahmen einer klinischen Studie hat die Britin Tracy Tomlinson als weltweit erste Patientin das experimentelle Medikament ZI-MA4-1 erhalten. Die Behandlung erfolgte am Christie NHS Foundation Trust in Manchester und richtet sich gegen fortgeschrittenen Eierstockkrebs. Die Studie, die auch einen Standort am Royal Marsden in London umfasst, prüft den Wirkstoff zudem bei Lungenkrebs, Sarkomen sowie Kopf- und Halstumoren.

Der Therapieansatz verbindet zwei immunologische Mechanismen: Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) werden mit gentechnisch veränderten T-Zell-Rezeptoren (TCRs) ausgestattet, die gezielt das Protein Mage-A4 auf Tumorzellen erkennen. Mage-A4 kommt in mehreren Krebsarten vor und gilt als vielversprechende Zielstruktur. Anders als personalisierte Zelltherapien wird ZI-MA4-1 als sogenanntes „Off-the-shelf“-Präparat aus Spenderzellen hergestellt, was eine schnellere und kostengünstigere Verfügbarkeit ermöglichen soll.

Tracy Tomlinson war 2020 die Diagnose eines Eierstockkrebses im Stadium 3C gestellt worden, der bereits in das Bauchfell gestreut hatte. Nach Operation und mehreren Chemotherapie-Zyklen – insgesamt 48 Infusionen – kehrte die Erkrankung zweimal zurück. Derzeit weist sie einen Tumor zwischen Leber und Niere sowie weitere kleine Absiedlungen auf. Gegenüber der Nachrichtenagentur PA sagte sie: „Die Chemotherapie hat den Krebs verkleinert, aber wenn die Behandlung aufhört, ist er wiedergekommen.“

Vertreter des Christie und des Herstellers Zelluna bezeichnen die erste Anwendung als wegweisenden Moment für die Zelltherapie bei soliden Tumoren. Die Studie befindet sich in einem frühen klinischen Stadium; belastbare Daten zur Wirksamkeit stehen noch aus. Der Einschluss weiterer Patienten soll Aufschluss über Sicherheit und erste Hinweise auf einen therapeutischen Nutzen geben.

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Erste Patientin weltweit erhält neuartige Immuntherapie gegen Eierstockkrebs

Die 58-jährige Tracy Tomlinson wurde in Manchester mit dem experimentellen Wirkstoff ZI-MA4-1 behandelt, der auf eine Kombination von natürlichen Killerzellen und manipulierten T-Zell-Rezeptoren setzt.

Im Rahmen einer klinischen Studie hat die Britin Tracy Tomlinson als weltweit erste Patientin das experimentelle Medikament ZI-MA4-1 erhalten. Die Behandlung erfolgte am Christie NHS Foundation Trust in Manchester und richtet sich gegen fortgeschrittenen Eierstockkrebs. Die Studie, die auch einen Standort am Royal Marsden in London umfasst, prüft den Wirkstoff zudem bei Lungenkrebs, Sarkomen sowie Kopf- und Halstumoren.

Der Therapieansatz verbindet zwei immunologische Mechanismen: Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) werden mit gentechnisch veränderten T-Zell-Rezeptoren (TCRs) ausgestattet, die gezielt das Protein Mage-A4 auf Tumorzellen erkennen. Mage-A4 kommt in mehreren Krebsarten vor und gilt als vielversprechende Zielstruktur. Anders als personalisierte Zelltherapien wird ZI-MA4-1 als sogenanntes „Off-the-shelf“-Präparat aus Spenderzellen hergestellt, was eine schnellere und kostengünstigere Verfügbarkeit ermöglichen soll.

Tracy Tomlinson war 2020 die Diagnose eines Eierstockkrebses im Stadium 3C gestellt worden, der bereits in das Bauchfell gestreut hatte. Nach Operation und mehreren Chemotherapie-Zyklen – insgesamt 48 Infusionen – kehrte die Erkrankung zweimal zurück. Derzeit weist sie einen Tumor zwischen Leber und Niere sowie weitere kleine Absiedlungen auf. Gegenüber der Nachrichtenagentur PA sagte sie: „Die Chemotherapie hat den Krebs verkleinert, aber wenn die Behandlung aufhört, ist er wiedergekommen.“

Vertreter des Christie und des Herstellers Zelluna bezeichnen die erste Anwendung als wegweisenden Moment für die Zelltherapie bei soliden Tumoren. Die Studie befindet sich in einem frühen klinischen Stadium; belastbare Daten zur Wirksamkeit stehen noch aus. Der Einschluss weiterer Patienten soll Aufschluss über Sicherheit und erste Hinweise auf einen therapeutischen Nutzen geben.

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