
Israelische Luftschläge auf den Südlibanon – Hisbollah meldet Gefechte mit Bodentruppen
Nach israelischen Evakuierungsbefehlen für zwanzig Ortschaften südlich des Zahrani-Flusses bombardierte die Armee erneut Ziele im Libanon, während die Hisbollah von Zusammenstößen mit vorrückenden Einheiten berichtete und ein Hilfskonvoi des Vatikans aufgehalten wurde.
Am Samstag hat die israelische Armee abermals Luftangriffe auf den Südlibanon ausgeführt, nur kurz nachdem sie die Bewohner von rund zwanzig Ortschaften, darunter die Stadt Nabatieh, zur sofortigen Flucht aufgerufen hatte. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA und der arabische Sender Al Arabiya übereinstimmend meldeten, galten die Schläge jenen Gebieten, die in der Warnung genannt worden waren – insbesondere den Dörfern Rihan und Sujud in der Nähe Nabatiehs. In arabischer Sprache forderte ein Armeesprecher die Zivilbevölkerung auf, sich unverzüglich hinter den Zahrani-Fluss zu begeben, der etwa 45 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze entfernt verläuft. Die israelischen Streitkräfte hatten schon im vergangenen Monat das gesamte Gebiet südlich des Flusses zur Kampfzone erklärt und seither regelmäßig bombardiert.
Zeitgleich eskalierte die Lage entlang der Grenze auch am Boden. Die Hisbollah erklärte am Freitag, ihre Kämpfer hätten israelische Truppen, die auf den Ort Majdal Zoun vorrückten, zunächst in der Nacht mit wiederholten Raketensalven und später mit leichten und mittleren Waffen angegriffen und zum Rückzug gezwungen. Die Miliz sprach von direkten Feuergefechten und weiteren Attacken auf israelische Einheiten im Südlibanon. Aus israelischer Sicht werden solche Operationen als wiederholte Verstöße der proiranischen Organisation gegen die im April vereinbarte Waffenruhe gewertet; tatsächlich war die Hisbollah kein Vertragspartner des Abkommens, sondern lediglich die libanesische Regierung.
Die konfessionell gespaltene Konfliktzone erfuhr zusätzliche Aufmerksamkeit durch einen Vorfall mit humanitärem Charakter. Ein vom Vatikan entsandter Hilfskonvoi, der christliche Dörfer im Süden des Libanon ansteuern sollte, wurde nach Angaben eines Konvoi-Mitglieds von israelischen Panzern nahe der Ortschaft Debl gestoppt und zur Umkehr gezwungen. Schüsse in das Hinterland hätten Panik ausgelöst, hieß es gegenüber AFP. Viele Bewohner der mehrheitlich christlichen Grenzdörfer weigern sich trotz der anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah, ihre Heimat zu verlassen, und sind damit in zunehmendem Maße von externer Hilfe abhängig.
Aus europäischer Perspektive, und besonders für die deutschsprachigen Hauptstädte, zeigt die jüngste Entwicklung, wie brüchig die seit dem Frühjahr geltende Waffenruhe ist. Israel rechtfertigt sein militärisches Vorgehen mit dem Vorwurf, die Hisbollah verstoße fortlaufend gegen die Abmachungen, während libanesische Quellen von fortgesetzten Angriffen auf zivile Infrastruktur berichten. Da weder die libanesischen Streitkräfte noch die UNIFIL-Mission, an der sich auch Soldaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligen, eine Pufferrolle übernehmen können, wächst die Gefahr, dass sich die punktuellen Zusammenstöße zu einem erneuten offenen Krieg ausweiten – mit unabsehbaren Folgen für die bereits schwer gezeichnete Region.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | −0.70 | critical |
| Südostasiatische Presse | −0.90 | critical |
Die israelische Armee kündigte Angriffe im Südlibanon an und warf der Hisbollah wiederholte Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Die Bewohner von rund zwanzig Ortschaften wurden aufgefordert, sofort nach Norden zu evakuieren. Trotz Anzeichen für ein umfassenderes Friedensabkommen flammen die Feindseligkeiten wieder auf und gefährden den Waffenstillstand.
Israelische Streitkräfte haben erneut den Südlibanon angegriffen, nachdem sie Evakuierungswarnungen für 20 Ortschaften herausgegeben hatten. Die Bewohner wurden aufgefordert, sich sofort nördlich des Zahrani-Flusses zu begeben. Die Angriffe zielten auf die in der Warnung genannten Gebiete, darunter Dörfer in der Nähe von Nabatieh.
Die Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten sich den vorrückenden israelischen Truppen im Süden entgegengestellt und sie mit Raketensalven und leichten Waffen zum Rückzug gezwungen. Unterdessen trafen israelische Angriffe mehrere Gebiete nach einer Evakuierungswarnung für 20 Orte, und ein vom Vatikan organisierter Hilfskonvoi zu christlichen Dörfern wurde von israelischen Panzern gestoppt und zur Umkehr gezwungen.
Das zionistische Militär hat den Südlibanon erneut bombardiert, nachdem es die Evakuierung von 20 Ortschaften angeordnet hatte, trotz Waffenstillstand. Die Hisbollah beanspruchte ein Feuergefecht mit israelischen Truppen und drängte sie zurück. Ein vatikanischer Hilfskonvoi zu christlichen Dörfern wurde von israelischen Soldaten blockiert und zur Umleitung gezwungen.
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