
Canadiens vor erstem Seriesieg seit Jahren: Gallagher und Dobes begeistern in Tampa
Der kanadische Eishockey-Klassiker zwischen den Montreal Canadiens und den Tampa Bay Lightning hat eine neue Wendung genommen. In einem dramatischen fünften Spiel der Erstrunden-Serie setzten sich die Canadiens auswärts mit 3:2 durch und führen nun mit 3:2 Siegen. Der entscheidende Treffer fiel zu Beginn des Schlussdrittels durch Alexandre Texier, einen ehemaligen Spieler der ZSC Lions – ein Name, der in der Schweiz mit besonderem Interesse verfolgt wird. Texier traf nach einem schnellen Angriff, nachdem Tampa zuvor zweimal einen Rückstand aufgeholt hatte. Der Sieg war jedoch nicht allein seinem Tor geschuldet.
Besondere Aufmerksamkeit gebührt der Rückkehr von Brendan Gallagher. Der erfahrene Stürmer, der in den ersten vier Partien der Serie nicht zum Einsatz gekommen war, eröffnete den Torreigen bereits in der vierten Spielminute. Seine Energie und sein Körpereinsatz gaben dem Team von Trainer Martin St-Louis neuen Schwung, wie die kanadische Presse einhellig vermerkt. „Er spielt, als gäbe es kein Morgen“, zitierte Le Devoir den Trainer. Gallagher selbst verzichtete auf große Töne, doch sein Tor war der Startschuss für einen Abend, der den Canadiens den ersten Matchball der Serie bescherte.
Aus russischer Perspektive war die Partie vor allem durch eine bemerkenswerte Statistik gekennzeichnet: Nikita Kucherov, der Starstürmer der Lightning, blieb erstmals in der Serie ohne Scorerpunkt. Die Zeitung Kommersant hob hervor, dass der Torhüter der Canadiens, der tschechische Rookie Jakub Dobes, 38 Schüsse abwehrte, darunter 17 im letzten Drittel und zehn in den finalen zweieinhalb Minuten, als Tampa den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Für die Lightning, bei denen der Schweizer Verteidiger Janis Moser als Ex-ZSC-Profi in der Defensive stand, wird die Luft nun dünn. Moser und seine Teamkollegen stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen am Freitag in Montreal gewinnen, um die Serie zu verlängern.
Während die Canadiens die Chance auf den ersten Einzug in die zweite Runde seit 2021 wahren, blicken Beobachter in ganz Nordamerika auf die Entwicklung des jungen Kaders. Montreal hat nicht nur die Führung übernommen, sondern auch wertvolle Erfahrung für die kommenden Jahre gesammelt. Die Frage ist nun, ob die Lightning, die in der Vergangenheit mehrfach Comebacks geschafft haben, noch einmal zuschlagen können. Aus Schweizer Sicht bleibt die Hoffnung auf ein siebtes Spiel, während die Canadiens vor heimischer Kulisse den Sack zumachen wollen.
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