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SportMontag, 1. Juni 2026

Cobolli und Berrettini im Viertelfinale von Roland Garros – PSG bringt Königsklasse auf den Court

Flavio Cobolli und Matteo Berrettini erreichen das Viertelfinale der French Open, während Paris Saint-Germain auf dem Center Court die Champions-League-Trophäe präsentiert.

Die Tennis-Welt blickte am Montag nach Paris, wo sich bei den French Open gleich zwei italienische Akteure für das Viertelfinale qualifizierten – und der Fußball kurzzeitig die Regie übernahm. Flavio Cobolli, die Nummer 10 des Turniers, bezwang den US-Amerikaner Zachary Svajda in einem wechselhaften Match mit 6:2, 6:3, 6:7, 7:6. Wenig später zog Matteo Berrettini, der einst Weltranglisten-Sechste und nun auf Position 105 zurückgefallen, durch ein 6:3, 7:6, 7:6 gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo nach. Für Cobolli ist es der erste Viertelfinaleinzug beim Sandplatz-Major, für Berrettini der erste seit fünf Jahren – nach einer von Verletzungen geprägten Leidenszeit.

Doch die sportlichen Glanzlichter konkurrierten mit einer spektakulären Einlage: Vier Profis von Paris Saint-Germain – Ousmane Dembélé, Bradley Barcola, Warren Zaïre-Emery und Désiré Doué – betraten unter tosendem Applaus den Court Philippe-Chatrier und präsentierten die Champions-League-Trophäe, die der Klub erst am Samstag durch einen Finalsieg gegen den FC Arsenal verteidigt hatte. Die Aktion, die französische Medien als „Überraschung“ feierten, verwischte einmal mehr die Grenzen zwischen Tennis- und Fußballspektakel in der französischen Hauptstadt und erinnerte daran, dass Roland Garros und das Parc des Princes nur wenige Kilometer trennen.

Aus italienischer Perspektive markiert der Doppelerfolg einen weiteren Höhepunkt im Generationenwandel des Azzurri-Tennis. Nach dem überraschenden Ausscheiden von Topfavorit Jannik Sinner – der gegen Cerúndolo wegen eines Schwächeanfalls aufgeben musste – ist das Feld in der oberen Tabellenhälfte weit offen. Cobolli, der in Rom einst in der Jugendakademie des AS Rom kickte, bevor er sich für den Tennissport entschied, zeigte nach souveränem Beginn Nerven, fing sich aber im entscheidenden Tiebreak des vierten Satzes. „Ich hätte mir fast in die Hose gemacht“, gestand er später mit typisch römischem Humor. Berrettini wiederum, der in der dritten Runde zwei Matchbälle abwehrte, wirkte trotz körperlicher Strapazen abgeklärter und verwies auf seine neu gewonnene Resilienz: „Tennis ist die Liebe meines Lebens – sonst wäre ich nach all den Verletzungen nicht hier.“

Argentinische Beobachter hoben derweil die physische Erschöpfung Cerúndolos hervor: Der 24-Jährige hatte zuvor fast sechs Stunden gegen Francisco Cerúndolo gekämpft und später den Weltranglistenersten Sinner ausgeschaltet, ehe ihm im Duell mit Berrettini die Körner ausgingen. Dennoch war der Einzug ins Achtelfinale das beste Grand-Slam-Resultat seiner Karriere und wurde von der Presse in Buenos Aires als Zeichen für die Tiefe des südamerikanischen Tennis gewürdigt.

Am Dienstag kämpft mit Matteo Arnaldi ein dritter Italiener gegen Frances Tiafoe um das letzte verbliebene Viertelfinalticket. Sollte er gewinnen, stünde Italien mit drei Spielern in der Runde der letzten Acht – ein Novum in der Geschichte des Turniers. Die scheinbare Schwächung durch Sinners Ausfall hat sich damit in einen unerwarteten kollektiven Triumph verwandelt, der die Breite des italienischen Tennis eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ob Cobolli oder Berrettini den Schwung bis ins Finale tragen können, bleibt offen – die Kulisse von Paris hat ihnen zumindest schon jetzt eine Bühne bereitet, auf der Fußball und Tennis kurzzeitig zur gemeinsamen Feier verschmolzen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
29%Mittel
3 Blöcke · Positionen von 0.00 bis +0.70
KritischWohlwollend
LATEURIND
Abweichung zwischen Presseblöcken
Lateinamerikanische Presse+0.20neutral
Kontinentaleuropäische Presse+0.70aligned
Indische & südasiatische Presse0.00neutral
Lateinamerikanische Presse+0.20

Die lateinamerikanische Presse schildert, wie PSG mit dem Champions-League-Pokal bei den French Open auftaucht und dem Tennis die Schau stiehlt, während der Argentinier Cerúndolo nach einem Traumlauf ausscheidet.

TriumphIronie
Kontinentaleuropäische Presse+0.70

Die italienischen Medien feiern einen Triumph-Tag bei den French Open: Cobolli und Berrettini erreichen das Viertelfinale und beweisen, dass Italien auch ohne Sinner träumen kann.

TriumphPragmatismus
Indische & südasiatische Presse0.00

Indische Medien berichten sachlich über die Pokalpräsentation von Dembele im Roland Garros, mit stehenden Ovationen, ohne Bezug zum Tennisturnier.

DistanzPragmatismus
Aktuell
Ben Stokes will Englands Testtrainer werden und kritisiert Kapitänswahl·Manchester United schließt Rekorddeal mit Wettanbieter Betway·Wenn Hunde auf Wellen reiten: Die Weltmeisterschaft im Hundesurfen in Kalifornien·Brasilien vor der Wahl: Milei attackiert Lula und unterstützt rechten Kandidaten Bolsonaro·Indisches Handelsschiff nach Angriff vor jemenitischer Küste gesunken – Besatzung gerettet·FIFA säumig bei Millionen-Zahlungen an US-WM-Städte·Ein Buchstabe, der über Jahre der Vorbereitung richtet·Mexikos Öleinnahmen schrumpfen: Steuerreform und Produktionsrückgang belasten den Fiskus·Ben Stokes will Englands Testtrainer werden und kritisiert Kapitänswahl·Manchester United schließt Rekorddeal mit Wettanbieter Betway·Wenn Hunde auf Wellen reiten: Die Weltmeisterschaft im Hundesurfen in Kalifornien·Brasilien vor der Wahl: Milei attackiert Lula und unterstützt rechten Kandidaten Bolsonaro·Indisches Handelsschiff nach Angriff vor jemenitischer Küste gesunken – Besatzung gerettet·FIFA säumig bei Millionen-Zahlungen an US-WM-Städte·Ein Buchstabe, der über Jahre der Vorbereitung richtet·Mexikos Öleinnahmen schrumpfen: Steuerreform und Produktionsrückgang belasten den Fiskus·
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Montag, 1. Juni 2026

Cobolli und Berrettini im Viertelfinale von Roland Garros – PSG bringt Königsklasse auf den Court

Flavio Cobolli und Matteo Berrettini erreichen das Viertelfinale der French Open, während Paris Saint-Germain auf dem Center Court die Champions-League-Trophäe präsentiert.

Die Tennis-Welt blickte am Montag nach Paris, wo sich bei den French Open gleich zwei italienische Akteure für das Viertelfinale qualifizierten – und der Fußball kurzzeitig die Regie übernahm. Flavio Cobolli, die Nummer 10 des Turniers, bezwang den US-Amerikaner Zachary Svajda in einem wechselhaften Match mit 6:2, 6:3, 6:7, 7:6. Wenig später zog Matteo Berrettini, der einst Weltranglisten-Sechste und nun auf Position 105 zurückgefallen, durch ein 6:3, 7:6, 7:6 gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo nach. Für Cobolli ist es der erste Viertelfinaleinzug beim Sandplatz-Major, für Berrettini der erste seit fünf Jahren – nach einer von Verletzungen geprägten Leidenszeit.

Doch die sportlichen Glanzlichter konkurrierten mit einer spektakulären Einlage: Vier Profis von Paris Saint-Germain – Ousmane Dembélé, Bradley Barcola, Warren Zaïre-Emery und Désiré Doué – betraten unter tosendem Applaus den Court Philippe-Chatrier und präsentierten die Champions-League-Trophäe, die der Klub erst am Samstag durch einen Finalsieg gegen den FC Arsenal verteidigt hatte. Die Aktion, die französische Medien als „Überraschung“ feierten, verwischte einmal mehr die Grenzen zwischen Tennis- und Fußballspektakel in der französischen Hauptstadt und erinnerte daran, dass Roland Garros und das Parc des Princes nur wenige Kilometer trennen.

Aus italienischer Perspektive markiert der Doppelerfolg einen weiteren Höhepunkt im Generationenwandel des Azzurri-Tennis. Nach dem überraschenden Ausscheiden von Topfavorit Jannik Sinner – der gegen Cerúndolo wegen eines Schwächeanfalls aufgeben musste – ist das Feld in der oberen Tabellenhälfte weit offen. Cobolli, der in Rom einst in der Jugendakademie des AS Rom kickte, bevor er sich für den Tennissport entschied, zeigte nach souveränem Beginn Nerven, fing sich aber im entscheidenden Tiebreak des vierten Satzes. „Ich hätte mir fast in die Hose gemacht“, gestand er später mit typisch römischem Humor. Berrettini wiederum, der in der dritten Runde zwei Matchbälle abwehrte, wirkte trotz körperlicher Strapazen abgeklärter und verwies auf seine neu gewonnene Resilienz: „Tennis ist die Liebe meines Lebens – sonst wäre ich nach all den Verletzungen nicht hier.“

Argentinische Beobachter hoben derweil die physische Erschöpfung Cerúndolos hervor: Der 24-Jährige hatte zuvor fast sechs Stunden gegen Francisco Cerúndolo gekämpft und später den Weltranglistenersten Sinner ausgeschaltet, ehe ihm im Duell mit Berrettini die Körner ausgingen. Dennoch war der Einzug ins Achtelfinale das beste Grand-Slam-Resultat seiner Karriere und wurde von der Presse in Buenos Aires als Zeichen für die Tiefe des südamerikanischen Tennis gewürdigt.

Am Dienstag kämpft mit Matteo Arnaldi ein dritter Italiener gegen Frances Tiafoe um das letzte verbliebene Viertelfinalticket. Sollte er gewinnen, stünde Italien mit drei Spielern in der Runde der letzten Acht – ein Novum in der Geschichte des Turniers. Die scheinbare Schwächung durch Sinners Ausfall hat sich damit in einen unerwarteten kollektiven Triumph verwandelt, der die Breite des italienischen Tennis eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ob Cobolli oder Berrettini den Schwung bis ins Finale tragen können, bleibt offen – die Kulisse von Paris hat ihnen zumindest schon jetzt eine Bühne bereitet, auf der Fußball und Tennis kurzzeitig zur gemeinsamen Feier verschmolzen.

Divergenz — wer erzählt sie wie
29%Mittel
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Lateinamerikanische Presse+0.20neutral
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Die lateinamerikanische Presse schildert, wie PSG mit dem Champions-League-Pokal bei den French Open auftaucht und dem Tennis die Schau stiehlt, während der Argentinier Cerúndolo nach einem Traumlauf ausscheidet.

TriumphIronie
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Die italienischen Medien feiern einen Triumph-Tag bei den French Open: Cobolli und Berrettini erreichen das Viertelfinale und beweisen, dass Italien auch ohne Sinner träumen kann.

TriumphPragmatismus
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Indische Medien berichten sachlich über die Pokalpräsentation von Dembele im Roland Garros, mit stehenden Ovationen, ohne Bezug zum Tennisturnier.

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