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Justiz & RechtDonnerstag, 11. Juni 2026

E-Scooter-Unfälle in den VAE fast verdoppelt: 93 Prozent der Bevölkerung beobachten rücksichtsloses Fahren

Eine Studie zeigt einen alarmierenden Anstieg schwerer Unfälle mit E-Scootern um 97 Prozent. Die Mehrheit der Befragten hält die Fahrzeuge dennoch für unverzichtbar.

Die Zahl schwerer Unfälle mit E-Scootern in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 97 Prozent gestiegen. Das geht aus Daten des Innenministeriums hervor, die von der Organisation RoadSafetyUAE ausgewertet wurden. Der gesamte Mikromobilitätssektor – einschließlich Motorräder, Fahrräder und Elektrofahrräder – verzeichnete einen Anstieg um 45 Prozent, während der Zuwachs bei allen Fahrzeugklassen zusammen bei 23 Prozent lag. Eine begleitende Umfrage unter 1.010 Einwohnern ergab, dass 93 Prozent der Befragten E-Scooter-Fahrer „sehr oft“ oder „manchmal“ rücksichtslos fahren sehen. 90 Prozent fühlen sich persönlich unsicher, und ebenso viele beobachten, dass Fahrer keinen Helm tragen. 89 Prozent sehen Fahrer in Bereichen, in denen sie nicht erlaubt sind, und 88 Prozent stellen Minderjährige unter dem gesetzlichen Mindestalter von 16 Jahren fest.

Trotz dieser besorgniserregenden Zahlen halten 60 Prozent der Befragten E-Scooter für ein wichtiges Verkehrsmittel. Thomas Edelman, Gründer von RoadSafetyUAE, betont den wachsenden Bedarf an Aufklärung. Die Polizei von Dubai verfolgt nach eigenen Angaben einen Ansatz, der nicht auf Bußgelder, sondern auf Verhaltensänderung abzielt. Generalmajor Saif Muhair Al Mazrouei, stellvertretender Oberbefehlshaber für Einsätze, erklärte, dass die Beamten angewiesen seien, professionell und respektvoll aufzutreten, um das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu schärfen.

Aus deutscher Perspektive sind die Entwicklungen in den VAE aufschlussreich, da auch in Deutschland die Zahl der E-Scooter-Unfälle steigt. Laut Statistischem Bundesamt gab es 2023 rund 9.400 Unfälle mit Personenschaden, ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die in den VAE beobachteten Probleme – fehlende Helme, Fahren in verbotenen Zonen, Minderjährige am Steuer – sind auch hierzulande bekannt. Die Forderung nach mehr Infrastruktur, die 88 Prozent der Befragten in den VAE unterstützen, könnte auch für deutsche Städte ein Ansatz sein, um die Sicherheit zu erhöhen.

Die Studie aus den VAE zeigt, dass reine Verbote und Bußgelder allein nicht ausreichen. Vielmehr bedarf es einer Kombination aus Aufklärung, Infrastrukturausbau und konsequenter, aber verhältnismäßiger Durchsetzung der Regeln. In Dubai setzt man auf eine Philosophie der „Awareness und Respekt“, die auch in Deutschland diskutiert werden sollte. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen greifen oder ob die Unfallzahlen weiter steigen.

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Donnerstag, 11. Juni 2026

E-Scooter-Unfälle in den VAE fast verdoppelt: 93 Prozent der Bevölkerung beobachten rücksichtsloses Fahren

Eine Studie zeigt einen alarmierenden Anstieg schwerer Unfälle mit E-Scootern um 97 Prozent. Die Mehrheit der Befragten hält die Fahrzeuge dennoch für unverzichtbar.

Die Zahl schwerer Unfälle mit E-Scootern in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 97 Prozent gestiegen. Das geht aus Daten des Innenministeriums hervor, die von der Organisation RoadSafetyUAE ausgewertet wurden. Der gesamte Mikromobilitätssektor – einschließlich Motorräder, Fahrräder und Elektrofahrräder – verzeichnete einen Anstieg um 45 Prozent, während der Zuwachs bei allen Fahrzeugklassen zusammen bei 23 Prozent lag. Eine begleitende Umfrage unter 1.010 Einwohnern ergab, dass 93 Prozent der Befragten E-Scooter-Fahrer „sehr oft“ oder „manchmal“ rücksichtslos fahren sehen. 90 Prozent fühlen sich persönlich unsicher, und ebenso viele beobachten, dass Fahrer keinen Helm tragen. 89 Prozent sehen Fahrer in Bereichen, in denen sie nicht erlaubt sind, und 88 Prozent stellen Minderjährige unter dem gesetzlichen Mindestalter von 16 Jahren fest.

Trotz dieser besorgniserregenden Zahlen halten 60 Prozent der Befragten E-Scooter für ein wichtiges Verkehrsmittel. Thomas Edelman, Gründer von RoadSafetyUAE, betont den wachsenden Bedarf an Aufklärung. Die Polizei von Dubai verfolgt nach eigenen Angaben einen Ansatz, der nicht auf Bußgelder, sondern auf Verhaltensänderung abzielt. Generalmajor Saif Muhair Al Mazrouei, stellvertretender Oberbefehlshaber für Einsätze, erklärte, dass die Beamten angewiesen seien, professionell und respektvoll aufzutreten, um das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu schärfen.

Aus deutscher Perspektive sind die Entwicklungen in den VAE aufschlussreich, da auch in Deutschland die Zahl der E-Scooter-Unfälle steigt. Laut Statistischem Bundesamt gab es 2023 rund 9.400 Unfälle mit Personenschaden, ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die in den VAE beobachteten Probleme – fehlende Helme, Fahren in verbotenen Zonen, Minderjährige am Steuer – sind auch hierzulande bekannt. Die Forderung nach mehr Infrastruktur, die 88 Prozent der Befragten in den VAE unterstützen, könnte auch für deutsche Städte ein Ansatz sein, um die Sicherheit zu erhöhen.

Die Studie aus den VAE zeigt, dass reine Verbote und Bußgelder allein nicht ausreichen. Vielmehr bedarf es einer Kombination aus Aufklärung, Infrastrukturausbau und konsequenter, aber verhältnismäßiger Durchsetzung der Regeln. In Dubai setzt man auf eine Philosophie der „Awareness und Respekt“, die auch in Deutschland diskutiert werden sollte. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen greifen oder ob die Unfallzahlen weiter steigen.

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