
Jennifer Lopez: Oscar-prämierter Film „Ainda Estou Aqui“ half ihr durch die Scheidung
Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez hat in einem Interview offenbart, dass der brasilianische Film „Ainda Estou Aqui“ („I’m Still Here“) ihr während ihrer Scheidung von Ben Affleck eine emotionale Stütze war. In dem Podcast „Films To Be Buried With“ von Brett Goldstein beschrieb Lopez, wie sie den Oscar-prämierten Streifen gemeinsam mit ihrem Vater in einem Moment persönlicher Krise sah. Sie litt damals unter einer schweren Grippe und befand sich mitten im Trennungsprozess von Affleck, mit dem sie zwei Jahre verheiratet war. Der Film, der die wahre Geschichte von Eunice Paiva erzählt, die jahrelang um die offizielle Anerkennung des Todes ihres während der brasilianischen Militärdiktatur verschwundenen Ehemanns kämpfte, löste bei Lopez tiefe Emotionen aus. Sie begann zu weinen, als sie über ihre eigenen Kinder und ihre Erfahrungen nachdachte. Der Film habe ihr Leben verändert und sie geheilt, so die Künstlerin.
Aus brasilianischer Perspektive unterstreicht die Reaktion von Lopez die internationale Wirkung des Films, der bei den Oscars 2025 als bester internationaler Film ausgezeichnet wurde. Die Hauptdarstellerin Fernanda Torres, die Eunice Paiva verkörpert, erhält nun weltweite Anerkennung. Der Film, der auf wahren Begebenheiten basiert, thematisiert nicht nur die Schrecken der Diktatur, sondern auch die Resilienz einer Familie. Für Lopez, die selbst aus einer Familie mit lateinamerikanischen Wurzeln stammt, hatte die Geschichte eine besondere Bedeutung: Sie sah Parallelen zu ihrer eigenen Suche nach Stabilität und Identität in einer Zeit des Umbruchs.
Beobachter in den USA heben hervor, dass Lopez‘ öffentliche Reflexion über den Film zeigt, wie Kunst in Krisenzeiten Trost spenden kann. Die Sängerin betonte, dass sie den Film mit ihrem Vater sah, der normalerweise nicht viel Zeit für Filme habe. Diese gemeinsame Erfahrung habe die Bindung zu ihrem Vater gestärkt und ihr geholfen, die Scheidung zu verarbeiten. Der Film, so Lopez, habe ihr eine neue Perspektive auf ihre eigene Situation gegeben und sie gelehrt, dass man auch nach schweren Verlusten weitermachen könne.
Der Erfolg von „Ainda Estou Aqui“ in Hollywood und die persönliche Betroffenheit einer globalen Ikone wie Jennifer Lopez könnten dem brasilianischen Kino neue Türen öffnen. Branchenkenner erwarten, dass der Film nun noch mehr internationale Aufmerksamkeit erhält, was auch die Sichtbarkeit lateinamerikanischer Geschichten auf der Weltbühne erhöht. Für Lopez selbst markiert die Begegnung mit dem Film einen Wendepunkt: Sie fühle sich gestärkt und bereit für einen Neuanfang, sowohl privat als auch beruflich.
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