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Ausgabe von 20:00 CETDienstag, 4. August 2026
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Freitag, 22. Mai 2026

Putins Kriegswirtschaft stottert, die Drohnen reichen bis Moskau – der Nimbus bröckelt

Russische Offensive kommt kaum voran, die Wirtschaft schrumpft, und ukrainische Drohnen treffen Raffinerien tief im Hinterland.

Der Vormarsch der russischen Invasionsarmee in der Ukraine ist nahezu zum Erliegen gekommen, und das zu einem Preis, der selbst für Moskau untragbar zu werden droht. Die ukrainische Führung hat eine klare Kalkulation aufgestellt: Für jeden Quadratkilometer eroberten Territoriums soll der Gegner mindestens 200 Gefallene oder Verwundete in Kauf nehmen müssen. Wie Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow mitteilte, wurden diese Vorgaben zuletzt deutlich übertroffen – im März 2025 verlor die russische Armee 254 Soldaten pro Quadratkilometer Vorstoß, insgesamt 35.203 Mann in diesem Monat. Gleichzeitig sind die ukrainischen Streitkräfte dazu übergegangen, den Krieg mit einer neuen Waffengattung tief nach Russland zu tragen: sogenannte „Mars“-Drohnen patrouillieren auf den Fernstraßen des Hinterlandes und jagen Tanklaster sowie militärische Versorgungskonvois. Aus Moskauer Sicht ist dies eine besorgniserregende Eskalation, denn auch die Hauptstadt selbst ist nicht mehr sicher – ein Angriff mit tausend Drohnen traf kürzlich eine Raffinerie in der Nähe Moskaus und setzte sie in Brand.

Hinzu kommen wachsende wirtschaftliche Schwierigkeiten, die das Narrativ des starken Kremlchefs untergraben. Im ersten Quartal dieses Jahres schrumpfte die russische Wirtschaft offiziell um 0,2 Prozent; die Regierung senkt ihre Wachstumsprognosen und erhöht die Militärausgaben. Die Bombardierung von Ölraffinerien in Perm, Tuapse und Rjasan – weit entfernt von der Front – zeigt die Verwundbarkeit der russischen Energieinfrastruktur. Beobachter in Peking und Washington registrieren aufmerksam, dass Putin weder in China noch im Westen den erhofften Ausweg aus der Sackgasse findet. Die USA haben ihre Unterstützung für Kiew intensiviert, während China sich weiterhin zurückhält. Aus Sicht des Kremls schrumpfen die strategischen Optionen.

Vor diesem Hintergrund mehren sich die Anzeichen innerer Spannungen. Der traditionelle Militärparade am 9. Mai fiel in diesem Jahr spärlicher aus, und Berichte über wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung – etwa über die Abschaltung des mobilen Internets aus „Sicherheitsgründen“ – nähren Zweifel an Putins unangefochtenem Führungsanspruch. Doch eine Kriegswende ist nicht in Sicht: Der russische Präsident hat das Ziel, den gesamten Donbass zu erobern, noch nicht aufgegeben, und die ukrainische Führung zeigt keine Bereitschaft zu Konzessionen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Kombination aus hohen Verlusten, wirtschaftlichem Druck und der zunehmenden Reichweite ukrainischer Drohnen langfristig eine Dynamik entfaltet, die zu Verhandlungen zwingt – oder ob der Abnutzungskrieg weitergeht, ohne dass eine Seite einen entscheidenden Vorteil erringt.

Divergenz — wer erzählt sie wie
0%Niedrig
2 Blöcke · Positionen von −0.70 bis −0.50
KritischWohlwollend
ATLEUR
Abweichung zwischen Presseblöcken
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.50critical
Kontinentaleuropäische Presse−0.70critical
Atlantische / angloamerikanische Presse−0.50

Die atlantische Presse hebt die effektive Drohnenstrategie der Ukraine hervor, die für jeden Kilometer russischen Vormarsches schwere Verluste verursacht. Wirtschaftliche Spannungen und öffentliche Unzufriedenheit in Russland nehmen zu, ein Zeichen dafür, dass Putins Kriegsmaschinerie ins Stocken gerät. Die Erzählung unterstreicht einen Wendepunkt, an dem die Ukraine nun tief in russisches Gebiet vordringen kann.

AlarmPragmatismus
Kontinentaleuropäische Presse−0.70

Die kontinentaleuropäische Presse zeigt Putin als geschwächt und vom Krieg eingeholt, mit brennenden Raffinerien und einer stotternden Wirtschaft. Die Erzählung betont den Verlust seiner Aura und die Unfähigkeit, Unterstützung in Washington oder Peking zu finden. Sie vermittelt ein Gefühl historischer Niederlage und den Zerfall seines unbesiegbaren Images.

AlarmEmpörung
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Ben Stokes will Englands Testtrainer werden und kritisiert Kapitänswahl·Manchester United schließt Rekorddeal mit Wettanbieter Betway·Wenn Hunde auf Wellen reiten: Die Weltmeisterschaft im Hundesurfen in Kalifornien·Brasilien vor der Wahl: Milei attackiert Lula und unterstützt rechten Kandidaten Bolsonaro·Indisches Handelsschiff nach Angriff vor jemenitischer Küste gesunken – Besatzung gerettet·FIFA säumig bei Millionen-Zahlungen an US-WM-Städte·Ein Buchstabe, der über Jahre der Vorbereitung richtet·Mexikos Öleinnahmen schrumpfen: Steuerreform und Produktionsrückgang belasten den Fiskus·Ben Stokes will Englands Testtrainer werden und kritisiert Kapitänswahl·Manchester United schließt Rekorddeal mit Wettanbieter Betway·Wenn Hunde auf Wellen reiten: Die Weltmeisterschaft im Hundesurfen in Kalifornien·Brasilien vor der Wahl: Milei attackiert Lula und unterstützt rechten Kandidaten Bolsonaro·Indisches Handelsschiff nach Angriff vor jemenitischer Küste gesunken – Besatzung gerettet·FIFA säumig bei Millionen-Zahlungen an US-WM-Städte·Ein Buchstabe, der über Jahre der Vorbereitung richtet·Mexikos Öleinnahmen schrumpfen: Steuerreform und Produktionsrückgang belasten den Fiskus·
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Freitag, 22. Mai 2026

Putins Kriegswirtschaft stottert, die Drohnen reichen bis Moskau – der Nimbus bröckelt

Russische Offensive kommt kaum voran, die Wirtschaft schrumpft, und ukrainische Drohnen treffen Raffinerien tief im Hinterland.

Der Vormarsch der russischen Invasionsarmee in der Ukraine ist nahezu zum Erliegen gekommen, und das zu einem Preis, der selbst für Moskau untragbar zu werden droht. Die ukrainische Führung hat eine klare Kalkulation aufgestellt: Für jeden Quadratkilometer eroberten Territoriums soll der Gegner mindestens 200 Gefallene oder Verwundete in Kauf nehmen müssen. Wie Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow mitteilte, wurden diese Vorgaben zuletzt deutlich übertroffen – im März 2025 verlor die russische Armee 254 Soldaten pro Quadratkilometer Vorstoß, insgesamt 35.203 Mann in diesem Monat. Gleichzeitig sind die ukrainischen Streitkräfte dazu übergegangen, den Krieg mit einer neuen Waffengattung tief nach Russland zu tragen: sogenannte „Mars“-Drohnen patrouillieren auf den Fernstraßen des Hinterlandes und jagen Tanklaster sowie militärische Versorgungskonvois. Aus Moskauer Sicht ist dies eine besorgniserregende Eskalation, denn auch die Hauptstadt selbst ist nicht mehr sicher – ein Angriff mit tausend Drohnen traf kürzlich eine Raffinerie in der Nähe Moskaus und setzte sie in Brand.

Hinzu kommen wachsende wirtschaftliche Schwierigkeiten, die das Narrativ des starken Kremlchefs untergraben. Im ersten Quartal dieses Jahres schrumpfte die russische Wirtschaft offiziell um 0,2 Prozent; die Regierung senkt ihre Wachstumsprognosen und erhöht die Militärausgaben. Die Bombardierung von Ölraffinerien in Perm, Tuapse und Rjasan – weit entfernt von der Front – zeigt die Verwundbarkeit der russischen Energieinfrastruktur. Beobachter in Peking und Washington registrieren aufmerksam, dass Putin weder in China noch im Westen den erhofften Ausweg aus der Sackgasse findet. Die USA haben ihre Unterstützung für Kiew intensiviert, während China sich weiterhin zurückhält. Aus Sicht des Kremls schrumpfen die strategischen Optionen.

Vor diesem Hintergrund mehren sich die Anzeichen innerer Spannungen. Der traditionelle Militärparade am 9. Mai fiel in diesem Jahr spärlicher aus, und Berichte über wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung – etwa über die Abschaltung des mobilen Internets aus „Sicherheitsgründen“ – nähren Zweifel an Putins unangefochtenem Führungsanspruch. Doch eine Kriegswende ist nicht in Sicht: Der russische Präsident hat das Ziel, den gesamten Donbass zu erobern, noch nicht aufgegeben, und die ukrainische Führung zeigt keine Bereitschaft zu Konzessionen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Kombination aus hohen Verlusten, wirtschaftlichem Druck und der zunehmenden Reichweite ukrainischer Drohnen langfristig eine Dynamik entfaltet, die zu Verhandlungen zwingt – oder ob der Abnutzungskrieg weitergeht, ohne dass eine Seite einen entscheidenden Vorteil erringt.

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Die atlantische Presse hebt die effektive Drohnenstrategie der Ukraine hervor, die für jeden Kilometer russischen Vormarsches schwere Verluste verursacht. Wirtschaftliche Spannungen und öffentliche Unzufriedenheit in Russland nehmen zu, ein Zeichen dafür, dass Putins Kriegsmaschinerie ins Stocken gerät. Die Erzählung unterstreicht einen Wendepunkt, an dem die Ukraine nun tief in russisches Gebiet vordringen kann.

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Kontinentaleuropäische Presse−0.70

Die kontinentaleuropäische Presse zeigt Putin als geschwächt und vom Krieg eingeholt, mit brennenden Raffinerien und einer stotternden Wirtschaft. Die Erzählung betont den Verlust seiner Aura und die Unfähigkeit, Unterstützung in Washington oder Peking zu finden. Sie vermittelt ein Gefühl historischer Niederlage und den Zerfall seines unbesiegbaren Images.

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