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Geopolitik & PolitikFreitag, 17. Juli 2026

Putins Zustimmungswerte fallen so stark wie seit Kriegsbeginn nicht mehr

Während in Russland die Umfragewerte des Präsidenten einbrechen, überholt China die USA erstmals im globalen Ansehen, zeigt eine Pew-Studie.

Die Zustimmung zur Arbeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist in der zweiten Juliwoche binnen sieben Tagen um fünf Prozentpunkte auf 66 Prozent gesunken. Dies geht aus einer Erhebung des staatsnahen Fonds für öffentliche Meinung (FOM) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Es handelt sich um den stärksten Rückgang seit Beginn der großangelegten Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Auch das Vertrauen in Putin gab nach – von 69 auf 67 Prozent. Das ebenfalls dem Kreml nahestehende Institut WZIOM meldete einen geringeren, aber stetigen Abwärtstrend: Die Zustimmung sank dort auf 65,1 Prozent, das Vertrauen auf 71 Prozent. Beide Institute verzeichnen seit dem Frühjahr 2026 rückläufige Werte, die Beobachter in Moskau mit Internetblockaden, der Sperrung des Nachrichtendienstes Telegram sowie wachsender Unzufriedenheit über die Benzinknappheit und den Kriegsverlauf in Verbindung bringen.

Die FOM-Erhebung, die auf persönlichen Interviews mit 1.500 Befragten basiert, weist eine statistische Fehlertoleranz von 3,6 Prozentpunkten auf. Das WZIOM nutzt überwiegend Telefonumfragen, was nach Einschätzung russischer Soziologen zu abweichenden Ergebnissen führen kann. Dennoch bestätigen beide Methoden einen Vertrauensverlust, der sich auch auf die Regierung und Ministerpräsident Michail Mischustin erstreckt. Der Kreml hat die neuen Zahlen bislang nicht kommentiert.

Parallel zu dieser innenpolitischen Entwicklung hat das amerikanische Pew Research Center eine globale Verschiebung der Wahrnehmung dokumentiert. In einer am 15. Juli publizierten Umfrage unter mehr als 42.000 Menschen in 36 Ländern überholt China erstmals seit fast zwei Jahrzehnten die Vereinigten Staaten im internationalen Ansehen. 46 Prozent der Befragten äußerten sich positiv über China, während nur 36 Prozent den USA ein günstiges Bild attestierten – eine Umkehrung der Werte von 2023. In 25 der untersuchten Staaten genießt China inzwischen ein besseres Image als die USA, besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern Lateinamerikas, Afrikas und Südostasiens. Das Vertrauen in Staatschef Xi Jinping übertrifft in 22 Ländern jenes in US-Präsident Donald Trump, wenngleich beide Führungsfiguren insgesamt niedrige Vertrauenswerte erzielen.

Aus westlicher Perspektive unterstreichen die Daten einen relativen Ansehensverlust der Vereinigten Staaten, der mit der Außenpolitik der Trump-Regierung – darunter der Iran-Konflikt und Zollerhöhungen – in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig bleibt die Sorge vor Chinas Umgang mit individuellen Freiheiten groß: Im globalen Durchschnitt glauben nur 26 Prozent, dass Peking die Freiheitsrechte respektiert. In Brasilien, das in der Pew-Studie gesondert ausgewiesen wird, vertrauen lediglich 22 Prozent Xi Jinping, während 66 Prozent ihm misstrauen. Die Zustimmung zu China ist dort unter jüngeren und politisch links oder der Mitte zugeordneten Befragten überdurchschnittlich hoch.

Die weitere Entwicklung der Zustimmungswerte in Russland wird vor dem Hintergrund der anhaltenden Treibstoffkrise und der Kriegsmüdigkeit mit Spannung erwartet. Die Pew-Studie deutet unterdessen auf einen langfristigen Trend hin, der die geopolitische Gewichtsverteilung in der öffentlichen Meinung vieler Länder zugunsten Chinas verschiebt. Konkrete politische Reaktionen aus Moskau oder Washington stehen noch aus.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Declino russo vs. Ascesa cinese
65%Hoch
3 Blöcke · Positionen von −0.80 bis +0.80
Declino russoAscesa cinese
RUSEURSEA
Abweichung zwischen Presseblöcken
Russische & GUS-Presse0.00neutral
Kontinentaleuropäische Presse−0.80critical
Südostasiatische Presse+0.80aligned
Die russische Presse ist vertreten, aber die chinesische und US-amerikanische Presse sind in diesem Cluster nicht enthalten.
Russische & GUS-Presse0.00
Stimme

Russland bewahrt Stabilität: Die Zustimmungsrate des Präsidenten bleibt hoch; ein leichter Rückgang verändert das Gesamtbild der öffentlichen Unterstützung nicht.

Mechanismusminimizzazione

Die Zahlen werden als routinemäßige Statistiken präsentiert, nicht als Alarmsignal, wodurch die Bedeutung des Rückgangs heruntergespielt wird.

Auslassung

Die globale Umfrage, die zeigt, dass Chinas Image das der USA übertrifft, wird ausgelassen, und der Fokus liegt ausschließlich auf dem Rückgang der Inlandsbewertung.

PragmatismusDistanz
Kontinentaleuropäische Presse−0.80
Stimme

Putins Bewertung bricht mit Rekordgeschwindigkeit ein und offenbart die wahren Kosten des Krieges und die Erosion des öffentlichen Vertrauens.

Mechanismusgiudizializzazione

Indem die Geschwindigkeit des Rückgangs hervorgehoben und mit der Mobilisierungskrise verglichen wird, wird der Rückgang als Urteil über die Legitimität des Regimes dargestellt.

Auslassung

Die globale Umfrage, die zeigt, dass Chinas Image das der USA übertrifft, wird ausgelassen, und der Fokus liegt ausschließlich auf dem Rückgang der Inlandsbewertung.

AlarmEmpörung
Südostasiatische Presse+0.80
Stimme

Die Welt wendet sich China zu: Das globale Vertrauen begünstigt nun Peking gegenüber Washington und bestätigt eine historische Verschiebung in der internationalen Wahrnehmung.

Mechanismusriproiezione

Die Pew-Umfragedaten werden als objektiver Trend präsentiert, aber die Auswahl der Länder und die Rahmung von „Vertrauen“ verstärken die Erzählung vom unvermeidlichen Aufstieg Chinas.

Auslassung

Der Rekordrückgang von Putins Zustimmungsrate wird ausgelassen, und der Fokus liegt ausschließlich auf der globalen Umfrage zu China und den USA.

TriumphPragmatismus
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Iranische Medien begründen Fehlen von Tonaufnahmen Chameneis mit Spionagegefahr·Italienische Marine inspiziert Tanker der russischen „Schattenflotte“ vor Pantelleria·Gold- und Münzpreise in Teheran fallen trotz schwächerem Dollar·Australiens Immobilienmarkt erfasst nun alle Metropolen – stärkster monatlicher Preisrückgang seit Ende 2022·Arthur Gea entthront Denis Shapovalov und gewinnt ersten ATP-Titel in Los Cabos·Ghanaisches Bildungsministerium stellt Sprachpolitik für Grundschulen klar·Norwegischer Teenager in Großbritannien wegen Mordkomplotts für iran-verbundenes Netzwerk verurteilt·35 Jahre bis zur Diagnose: Michaela Förbergs langer Weg zur Erkenntnis·Iranische Medien begründen Fehlen von Tonaufnahmen Chameneis mit Spionagegefahr·Italienische Marine inspiziert Tanker der russischen „Schattenflotte“ vor Pantelleria·Gold- und Münzpreise in Teheran fallen trotz schwächerem Dollar·Australiens Immobilienmarkt erfasst nun alle Metropolen – stärkster monatlicher Preisrückgang seit Ende 2022·Arthur Gea entthront Denis Shapovalov und gewinnt ersten ATP-Titel in Los Cabos·Ghanaisches Bildungsministerium stellt Sprachpolitik für Grundschulen klar·Norwegischer Teenager in Großbritannien wegen Mordkomplotts für iran-verbundenes Netzwerk verurteilt·35 Jahre bis zur Diagnose: Michaela Förbergs langer Weg zur Erkenntnis·
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Freitag, 17. Juli 2026

Putins Zustimmungswerte fallen so stark wie seit Kriegsbeginn nicht mehr

Während in Russland die Umfragewerte des Präsidenten einbrechen, überholt China die USA erstmals im globalen Ansehen, zeigt eine Pew-Studie.

Die Zustimmung zur Arbeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist in der zweiten Juliwoche binnen sieben Tagen um fünf Prozentpunkte auf 66 Prozent gesunken. Dies geht aus einer Erhebung des staatsnahen Fonds für öffentliche Meinung (FOM) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Es handelt sich um den stärksten Rückgang seit Beginn der großangelegten Invasion in der Ukraine im Februar 2022. Auch das Vertrauen in Putin gab nach – von 69 auf 67 Prozent. Das ebenfalls dem Kreml nahestehende Institut WZIOM meldete einen geringeren, aber stetigen Abwärtstrend: Die Zustimmung sank dort auf 65,1 Prozent, das Vertrauen auf 71 Prozent. Beide Institute verzeichnen seit dem Frühjahr 2026 rückläufige Werte, die Beobachter in Moskau mit Internetblockaden, der Sperrung des Nachrichtendienstes Telegram sowie wachsender Unzufriedenheit über die Benzinknappheit und den Kriegsverlauf in Verbindung bringen.

Die FOM-Erhebung, die auf persönlichen Interviews mit 1.500 Befragten basiert, weist eine statistische Fehlertoleranz von 3,6 Prozentpunkten auf. Das WZIOM nutzt überwiegend Telefonumfragen, was nach Einschätzung russischer Soziologen zu abweichenden Ergebnissen führen kann. Dennoch bestätigen beide Methoden einen Vertrauensverlust, der sich auch auf die Regierung und Ministerpräsident Michail Mischustin erstreckt. Der Kreml hat die neuen Zahlen bislang nicht kommentiert.

Parallel zu dieser innenpolitischen Entwicklung hat das amerikanische Pew Research Center eine globale Verschiebung der Wahrnehmung dokumentiert. In einer am 15. Juli publizierten Umfrage unter mehr als 42.000 Menschen in 36 Ländern überholt China erstmals seit fast zwei Jahrzehnten die Vereinigten Staaten im internationalen Ansehen. 46 Prozent der Befragten äußerten sich positiv über China, während nur 36 Prozent den USA ein günstiges Bild attestierten – eine Umkehrung der Werte von 2023. In 25 der untersuchten Staaten genießt China inzwischen ein besseres Image als die USA, besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern Lateinamerikas, Afrikas und Südostasiens. Das Vertrauen in Staatschef Xi Jinping übertrifft in 22 Ländern jenes in US-Präsident Donald Trump, wenngleich beide Führungsfiguren insgesamt niedrige Vertrauenswerte erzielen.

Aus westlicher Perspektive unterstreichen die Daten einen relativen Ansehensverlust der Vereinigten Staaten, der mit der Außenpolitik der Trump-Regierung – darunter der Iran-Konflikt und Zollerhöhungen – in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig bleibt die Sorge vor Chinas Umgang mit individuellen Freiheiten groß: Im globalen Durchschnitt glauben nur 26 Prozent, dass Peking die Freiheitsrechte respektiert. In Brasilien, das in der Pew-Studie gesondert ausgewiesen wird, vertrauen lediglich 22 Prozent Xi Jinping, während 66 Prozent ihm misstrauen. Die Zustimmung zu China ist dort unter jüngeren und politisch links oder der Mitte zugeordneten Befragten überdurchschnittlich hoch.

Die weitere Entwicklung der Zustimmungswerte in Russland wird vor dem Hintergrund der anhaltenden Treibstoffkrise und der Kriegsmüdigkeit mit Spannung erwartet. Die Pew-Studie deutet unterdessen auf einen langfristigen Trend hin, der die geopolitische Gewichtsverteilung in der öffentlichen Meinung vieler Länder zugunsten Chinas verschiebt. Konkrete politische Reaktionen aus Moskau oder Washington stehen noch aus.

Divergenz — wer erzählt sie wie
Achse: Declino russo vs. Ascesa cinese
65%Hoch
3 Blöcke · Positionen von −0.80 bis +0.80
Declino russoAscesa cinese
RUSEURSEA
Abweichung zwischen Presseblöcken
Russische & GUS-Presse0.00neutral
Kontinentaleuropäische Presse−0.80critical
Südostasiatische Presse+0.80aligned
Die russische Presse ist vertreten, aber die chinesische und US-amerikanische Presse sind in diesem Cluster nicht enthalten.
Russische & GUS-Presse0.00
Stimme

Russland bewahrt Stabilität: Die Zustimmungsrate des Präsidenten bleibt hoch; ein leichter Rückgang verändert das Gesamtbild der öffentlichen Unterstützung nicht.

Mechanismusminimizzazione

Die Zahlen werden als routinemäßige Statistiken präsentiert, nicht als Alarmsignal, wodurch die Bedeutung des Rückgangs heruntergespielt wird.

Auslassung

Die globale Umfrage, die zeigt, dass Chinas Image das der USA übertrifft, wird ausgelassen, und der Fokus liegt ausschließlich auf dem Rückgang der Inlandsbewertung.

PragmatismusDistanz
Kontinentaleuropäische Presse−0.80
Stimme

Putins Bewertung bricht mit Rekordgeschwindigkeit ein und offenbart die wahren Kosten des Krieges und die Erosion des öffentlichen Vertrauens.

Mechanismusgiudizializzazione

Indem die Geschwindigkeit des Rückgangs hervorgehoben und mit der Mobilisierungskrise verglichen wird, wird der Rückgang als Urteil über die Legitimität des Regimes dargestellt.

Auslassung

Die globale Umfrage, die zeigt, dass Chinas Image das der USA übertrifft, wird ausgelassen, und der Fokus liegt ausschließlich auf dem Rückgang der Inlandsbewertung.

AlarmEmpörung
Südostasiatische Presse+0.80
Stimme

Die Welt wendet sich China zu: Das globale Vertrauen begünstigt nun Peking gegenüber Washington und bestätigt eine historische Verschiebung in der internationalen Wahrnehmung.

Mechanismusriproiezione

Die Pew-Umfragedaten werden als objektiver Trend präsentiert, aber die Auswahl der Länder und die Rahmung von „Vertrauen“ verstärken die Erzählung vom unvermeidlichen Aufstieg Chinas.

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Der Rekordrückgang von Putins Zustimmungsrate wird ausgelassen, und der Fokus liegt ausschließlich auf der globalen Umfrage zu China und den USA.

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