
Visakrise vor WM-Start: Südafrikas Nationalteam bleibt am Boden
Wenige Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Mexiko verschiebt Südafrika wegen ausbleibender Visa die Abreise. Der Sportminister spricht von einer Blamage und fordert Konsequenzen.
Die Auswahl Südafrikas, die in elf Tagen das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Gastgeber Mexiko bestreiten soll, ist am Sonntag nicht wie geplant in Richtung Nordamerika aufgebrochen. Statt den Charterflug ins Trainingslager im mexikanischen Pachuca zu besteigen, blieben die Spieler in Johannesburg – eine peinliche Verzögerung wegen nicht ausgestellter Einreisevisa für bis zu zwanzig Mitglieder der Delegation. Der Verband SAFA räumte „Herausforderungen bei den Visa einiger Spieler und Funktionäre“ ein, während der staatliche Rundfunk SABC von einer „administrativen Pfuscherei“ berichtete.
Für die Bafana Bafana, die erstmals seit der eigenen Heim-WM 2010 wieder das Endturnier erreicht haben, ist die Verspätung ein schwerer Rückschlag. Die Mannschaft, die unter Trainer Molefi Ntseki eine bemerkenswert geschlossene Generation formte, galt als gefährlicher Außenseiter, der Gastgeber Mexiko im Aztekenstadion vor eigenem Publikum herausfordern könnte. Ein Freundschaftsspiel gegen Jamaika noch in dieser Woche sollte die Feinabstimmung bringen – nun bleibt ungewiss, ob der Zeitplan zu halten ist.
Sportminister Gayton McKenzie fand deutliche Worte: „Dieses Reise- und Visa-Debakel ist peinlich und zutiefst unfair gegenüber Spielern und Trainerstab“, schrieb er auf X und verlangte einen Bericht sowie personelle Konsequenzen. „Man macht uns zum Narren.“ Der Minister erinnerte damit an eine strukturelle Schwäche des Verbands, der bereits in der WM-Qualifikation einen schweren administrativen Fehler beging: Ein Sieg gegen Lesotho wurde annulliert, weil ein nicht spielberechtigter Akteur eingesetzt worden war.
Aus mexikanischer Sicht wird das Visa-Chaos der Südafrikaner durchaus als unverhoffte Hilfe gewertet. Medien wie Excelsior sehen den Rivalen im Eröffnungsspiel geschwächt und in der Vorbereitung beeinträchtigt. Von Washington aus ist das Problem auch ein Symbol dafür, wie Visa-Hürden die internationale Mobilität selbst im Spitzensport erschweren – ein Thema, das in multilateralen Organisationen zunehmend auf die Agenda rückt.
Nun droht der sportliche Schaden weit über die logistische Panne hinauszugehen. Die Mannschaft muss bis zuletzt in Südafrika trainieren, statt sich an mexikanische Höhenlagen und Temperaturen zu gewöhnen. Ein schneller Abflug wäre essenziell, doch die Verantwortlichen der SAFA bleiben eine Erklärung schuldig, wie es zu dieser Blamage kommen konnte. Sollte der Verband nicht für rasche Abhilfe sorgen, droht der erste WM-Auftritt seit 16 Jahren bereits vor dem Anpfiff zur diplomatischen und sportlichen Enttäuschung zu werden.
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | +0.30 | aligned |
Südafrika wurde durch ein Visa-Skandal blamiert, weil die Nationalmannschaft nicht rechtzeitig nach Mexiko reisen konnte. Der Sportminister prangerte die Inkompetenz des Fußballverbandes an, nannte es eine peinliche Farce, die das Land lächerlich mache. Er forderte eine interne Untersuchung und Sanktionen gegen die Verantwortlichen.
Mexiko erhielt unerwartete Hilfe, weil die Weltmeisterschafts-Vorbereitung Südafrikas durch Visa-Probleme ins Chaos gestürzt wurde. Die verspätete Ankunft des Gegners verringert den Druck auf das Gastgeberteam vor dem Eröffnungsspiel. Obwohl die Visa später geklärt wurden, zeigte der Vorfall die bürokratischen Schwächen des südafrikanischen Fußballs.
Erweitere deinen Horizont
Massenansturm auf Ceuta: Zehntausende Migranten überwinden Grenze – Italien setzt Schengen aus
2 Sprachen · 112 Quellen
Aus Economy & MarketsMexikos Wirtschaft wächst im zweiten Quartal so stark wie seit über fünf Jahren nicht mehr
1 Sprache · 18 Quellen
Aus TechnologyChery Q erhält auf der GIIAS 2026 über 6.000 Vorbestellungen
1 Sprache · 15 Quellen